Sitzung am 30.05.2007

anwesend:Auf der Heide, Willi Meyer, Georg Groß-Klußmann, Annette Hemker, Rainer Duffe, Rainer Dormann, Gudrun Dormann, Mario Eilers, Ralf Masbaum, Udo Thörner, Wilfried Gieske

Wiedervernässung beruht nach neueren Erkenntnissen nicht auf einer Vorschrift des Landes, sondern ist nur eine Empfehlung!; Problem: das Land wird dennoch nicht von der Wiedervernässung abweichen, weil die Wiedervernässung dem EU-Bestreben nach der Ausweisung von FFH-Gebieten entgegen kommt; 2006 wurde ein neues Landesraumordungsprogramm verabschiedet, das die Wiedervernässung weiter festschreibt; um die Wiedernässung in Campemoor zu verhindern, müßte man das Land bewegen, eine Ausnahme für Campemoor zu machen und den Landkreis Vechta entsprechend anzuweisen

Folgenutzung Landwirtschaft (anstelle Wiedervernässung): es müssen mehr als 50 cm Resttorfschicht bleiben; das Torfwerk würde dann vermutlich nicht mehr kaufen sondern nur noch pachten; Tiefpflügen würde wohl nicht erlaubt; in der Mitte des Moores gäbe es erhebliche Probleme mit der Entwässerung

ILEK („integriertes ländliches Entwicklungskonzept“): dieses neue EU-Förderprogramm könnte evtl. Zuschüsse bereitstellen für die abtorfungsfreien Streifen (Siedlungsstrukturkonzept); müßte über die Gemeinde geprüft werden; Voraussetzung für die Förderung wäre ein Konzept, wie die Streifen genutzt werden sollen; ein weiteres Konzept wäre nötig, das Aussagen über die Zeit nach dem Torfabbau macht: was soll mit Campemoor geschehen? Es müssen neue Einkommensfelder neben der Landwirtschaft erschlossen werden (z. B. Tourismus: ältester Bohlenweg der Welt, Labyrinth auf dem Hof Moorlicht ...)

Die abtorfungsfreien Streifen um die Häuser könnten als Kompensationsflächen für die in Abtorfung befindlichen Flächen deklariert werden; im Gegenzug könnte erreicht werden, daß Abtorfungsflächen in dieser Größenordnung nach der Abtorfung nicht in die Wiedervernässung gehen müssen; Voraussetzung: der Landkreis Vechta läßt sich auf diesen Handel ein!

Siedlungsstrukturkonzept: es besteht Zeitdruck, weil die Torfwerke drängen; nach dem Startschuß für ein Planungsverfahren müßte jeder Abtorfungsantrag bis zu 1 Jahr zurückgestellt werden (Zeitgewinn).

Steuer: bei Landverkauf an einen Landwirt gilt der gesamte Verkaufspreis als zu versteuerndes Einkommen; bei Landverkauf an das Torfwerk gilt nur ein Teil des Verkaufspreises als zu versteuerndes Einkommen; der andere Teil wird vom Finanzamt als Rohstoffverkauf angesehen, der steuerfrei ist

Muster-Verkaufsvertrag: Ein Mustervertrag (Rahmenvereinbarung) liegt noch nicht vor. Das Thema soll erst nach der Bürgerversammlung vom neuen Initiativkreis aufgegriffen werden. Es soll ein Katalog aufgestellt werden mit allen Punkten, die in einem Kaufvertrag stehen könnten. Diese Punkte werden allen Eigentümern als Empfehlung an die Hand gegeben für ihre Verkaufsverhandlungen.

Bürgerversammlung: Montag, 25.05.2007, 20 Uhr, Vereinshaus

Einladung an alle Haushalte

Entwurf: Udo Thörner (jeder kann bis 03.06.07 Änderungswünsche mitteilen);
Druck (120 Stück): Ralf Masbaum; Verteilung (bis spätestens 11.06.)
Wilhelmstraße, Hauptstraße von Kreuzung bis Vennermoor: Rainer Duffe;
Hauptstraße bis Wernke: Mario Eilers;
Dammer Straße: Ralf Masbaum / Mario Eilers;
Groß-Klußmann bis Schomaker sowie Klarmann bis Eichler: Georg Groß-Klußmann;
Kapernaum sowie Steinhake bis Gieske: Annette Hemker.

Versammlungsleitung: Rainer Dormann
Lautsprecheranlage (Schützenverein): Mario Eilers
Getränke (pro Flasche zahlt jeder 0,50 €): Rainer Duffe

Neuwahl des Initiativkreises

Protokoll: Udo Thörner, 31.05.2007